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Tignale, viele Aktivitäten

Tignale, viele Aktivitäten

Tignale, auf einer Hochebene über dem Gardasee gelegen, besteht aus insgesamt sechs Ortschaften: Gardola, Olzano, Aer, Oldesio, Prabione und Piovere. Tignale ist dem Gardasee zugewandt und die Landschaft geprägt durch seine charakteristischen Terrassen, die mit Olivenbäumen bepflanzt sind und sich den Berg hinabziehen bis zum Hafen. Hier erwartet den Besucher ein Zitronengewächshaus aus dem 18. Jahrhundert, auch "Limonaia" genannt, das auch heute noch bewirtschaftet wird. Im Hinterland dieser Region haben Wanderer und Biker die Möglichkeit, ihren Aktivitäten nachzugehen.

Besucherzentrum
Das Zentrum erläutert die Geschichte, die Kultur und die Lebensweise der Menschen dieser einmaligen Landschaft. Eine multimediale Bibliothek, ein Labor für didaktische Zwecke und eine Enzyklopädie des Gardasees und weitere Elemente vervollständigen den Zyklus dieser Region.

​Die einzelnen bereits genannten Ortschaften beherbergen eine Fülle von mittelalterlichen Gebäuden und Kunstwerken, von denen einige nachfolgend vorgestellt werden.

Wallfahrtskirche Montecastello
Das sakrale Gebäude auf einem Felsen erbaut und senkrecht zum See hinabfallend, ist einer der meist besuchten Kirchen der Region. Die Legende erzählt, dass nach einem Schriftstück von Papst Urbano III aus dem Jahre 1186, während der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Brescianern und Trentinern, die Mutter Gottes auf dem Berg erschien und durch das starke Licht die Trentiner lähmte, so dass sie die Schlacht verloren.
Nachdem der Besucher das Steintor durchschritten hat, sieht er die Kirche vor sich, die aus einem Gebäude im romanisch-gotischen Stil und barockem Teil besteht.
Bewundernswert ist der Altar, der aus vergoldeten Holzsäulen und den Figuren von S.Pietro und S. Paolo besteht. Im hinteren Bereich beherbergt das sakrale Gebäude ein Fresko aus der Schule von Giotto mit der Darstellung der Jungfrau Maria. Besonders interessant für Freunde sakraler Kunst sind die Gemälde von Andrea Celesti (1637-1712) und viele Geschenke von Gläubigen, unter ihnen die Weihgabe der Gemeinde Tignale. Ein besonderes Erlebnis ist ein Besuch der an der Wallfahrtskirche angeschlossenen Klause, die in jedem Jahr von vielen tausenden von Pilgern besucht wird.

Höhlenansiedlungen
Die drei Höhlenansiedlungen San Giorgio in Varolo, Campione, sowie im Valle del San Michele, das auch historisches Gebiet genannt wird, bestehen aus sechs Grotten, die nach Unterlagen zwischen der späten Antike und den Neuzeit entstanden sein sollen.

"Pra de la Fam"
Dieser Küstenstreifen liegt unterhalb von Tignale und die Geschichte berichtet, dass die Seefahrer früherer Zeiten an diesem Küstenstreifen anlegten, um sich zu versorgen.
Von der Familie Parisini wurden hier im 18. Jahrhundert "Zitronengärten" eingerichtet, von denen einige wieder in Betrieb genommen wurden.