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Die wichtigsten Museen des Gardasees

Die wichtigsten Museen des Gardasees

Neben der wunderschönen Naturlandschaft sowie dem sauberen und klaren Wasser, bietet der Gardasee und seine Umgebung mit all den pittoresken Ortschaften auch jede Menge an sehenswerten kulturellen Schätzen. An den Ufern des Sees findet sich eine Vielzahl an Museen und Monumenten, die dem interessierten Besucher eine Reise von der Vorgeschichte bis hin zur Moderne ermöglicht. Neben den geschichtlichen Ereignissen, die sich hier während der Römerzeit oder dem Mittelalter abspielten, werden auch die Themen behandelt, welche sich weitläufig mit den Traditionen der historischen und der gegenwärtigen Bevölkerung des Gardasees beschäftigen. Das kulturelle Angebot umfasst neben den vielen Museen auch zahlreiche Monumente, Festungen, Villen und Schlösser.

Zu den jüngsten musealen Einrichtungen des Gardasees gehört das kürzlich neu eröffnete Museum in Salò (Museo di Salò oder auch kurz MuSa genannt). Hier wird dem Besucher ein interessanter und kurzweiliger Einblick in die bewegte Vergangenheit dieses beschaulichen Städtchens gewährt. Die hier gezeigten Schriftstücke, Gemälde sowie wie die weiteren Ausstellungsgegenstände erzählen die Geschichte Salòs vom Beginn des 15. Jahrhunderts, als der Ort noch unter der Herrschaft der Lagunenstadt Venedig stand, bis hin zu den jüngsten Ereignissen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Des Weiteren wird hier auch das Wirken der beiden prominentesten Söhne der Stadt gewürdigt. So zeigt ein Raum des Museums die handwerkliche Kunst des Geigenbauers Gasparo da Salò (1540 bis 1609).

Zum Pflichtprogramm eines jeden Besuchers von Gardone Riviera gehört ohne Zweifel das ehemalige Anwesen des populären Schriftstellers und Exzentrikers Gabriele d'Annunzio (1863 bis 1938). Im Laufe der Zeit ließ er das Anwesen "Vittoriale degli italiani" nach seinem Gusto umbauen, sodass er sein Lebensabend entsprechend angenehm verbringen konnte. Die gesamte 9 Hektar große Anlage umfasst heute, neben dem eigentlichen Wohnhaus und dem Mausoleum des Dichters, verschiedene Gebäude sowie ein Freilichttheater, welches heute noch genutzt wird. Im Garten trifft der Besucher wohl die ungewöhnlichsten Exponate an, nämlich ein vollwertiges Torpedoboot sowie das Vorschiff des Panzerkreuzers "Navr Puglia", die d'Annunzio in den Jahren 1924 und 1925 von der italienischen Marine erwarb. Ebenso sehenswert ist die 1954 gegründete und seit 1956 öffentlich zugängliche Bibliothek, welche rund 8.000 Bücherbände, Lexika und Glossare enthält.

​Ein weiterer ungewöhnlicher Haltepunkt ist die beeindruckende Festung aus dem 12. Jahrhundert in Riva del Garda, in welcher heute das Museo Alto Garda (MAG) seinen Sitz hat. Neben den drei ständigen Ausstellungen stellt das Museum weitere Bereiche zur Verfügung, die ausschließlich für aktuelle Wanderausstellungen reserviert sind. Für Kinder und Familien wurde extra der Programmpunkt "INvento" geschaffen, welcher einen speziellen Rundgang für diese Zielgruppe und ein Workshop beinhaltet. Das MAG umfasst neben den Ausstellungsräumen innerhalb der mittelalterlichen Burg zusätzlich auch die der städtischen Kunstgalerie G. Segantini in Arco. Diese befindet sich direkt unterhalb der Festung im Sarcatal.