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Der Mailänder Dom

Der Mailänder Dom

Die Rede ist hierbei natürlich vom Mailänder Dom (italienisch Duomo di Santa Maria Nascente), welcher in der Metropole Mailand der norditalienischen Region Lombardei zu finden ist. Der Bau des Doms begann im Jahr 1388 auf Angesuch des Bischofs Antonio Saluzzo bei dem damaligen Stadtherrn Gian Galeazzo Visconti, welcher im Laufe der Geschichte zum ersten Herzog Mailands gekürt wurde. Die Pläne für den Stil des Bauwerks waren für die italienische Architektur des 14. Jahrhunderts äußerst ungewöhnlich, da der Dom im gotischen Stil errichtet werden sollte.
Als im Jahre 1388 erstmals die Fundamente für das Gebäude angelegt wurden, waren laut historischen Aufzeichnungen vorrangig intalienische, aber auch französische und deutsche Baumeister am Werk, wodurch die verschiedenen Baustile der Herkunftsländer der Baumeister auf die Gestaltung der spätmittelalterlichen Kirche großen Einfluss nahm. Der Bau der monumentalen Kirche dauerte bis ins 19. Jahrhundert und wurde währenddessen immer wieder vom Baustil her modifiziert und zeitgemäß adaptiert, so fanden auch frühbarocke sowie neogotische Einflüsse über die Zeit hinweg ihren Weg in die Planung des Jahrhundertprojektes.
Fertiggestellt wurde die Kirche im Jahre 1813 unter der Herrschaft von Napoleon Bonaparte - welcher sich 1805 im Mailänder Dom zum König Italiens krönen ließ - durch Amati. Später wurde der alte Glockenturm im Jahre 1890 durch prunkvolle Fialen ersetzt und der bekannte Domplatz wurde erst nachträglich im Jahre 1873 vollendet. Diktator Benito Mussoloini hatte ebenfalls Pläne für die Errichtung eines neuen Glockenturms, welcher jedoch aufgrund nicht vorhandener finanzieller Mittel nie realisiert wurde.

Von außen lässt sich der Domplatz und die wunderschöne Fassade des weltbekannten architektonischen Meisterwerks bestaunen und bietet eine gute Möglichkeit für Urlaubsfotos. Die atemberaubende Architektur und die interessanten geschichtlichen Aspekte kann man auch im inneren des Doms bewundern, wenn man ihn durchwandert und dabei auch die gut erhaltenen Glasfenster des 14. bzw. frühen 15. Jahrhunderts, sowie den päpstlich geweihten Altar in Augenschein nehmen.
​Ebenfalls sehenswert sind auch die verschiedenen Statuen, allen voran die Statue des gehäuteten heiligen Bartholomäus von Marco d’Agrate im rechten Transept, welche aus dem Jahr 1562 stammt. Eine weitere Besonderheit stellt die Möglichkeit dar, gegen einen kleinen Aufpreis entweder per Lift, oder auch zu Fuß über die alten Treppen ganz nach oben auf das Dach der gotischen Kirche zu gelangen. Von dort aus bietet sich dem Besucher ein herrliches und einzigartiges Bild der Dächer von Mailand, denn in einer Höhe von etwa 107 Metern lässt sich die italienische Stadt gut überblicken.



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