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Arena, das Symbol der Stadt Verona

Arena, das Symbol der Stadt Verona

Die Arena gilt als das unbestrittene Symbol der Stadt Verona, eines der schönsten Beispiele römischer Architektur in Norditalien, das drittgrößte Amphitheater seiner Art nach dem Kolosseum in Rom und dem anfiteatro Capuano in Santa Maria Capua Vetere (Capua - Caserta). Die Arena von Verona wurde im Laufe der Jahrhunderte mit rosa Marmorblöcken erbaut und von den verschiedenen Dynastien der Stadt umfangreich renoviert. Das ermöglichte der Arena ihre ursprüngliche Pracht nahezu vollständig beizubehalten. Aus diesem Grund finden hier Konzerte und andere Veranstaltungen statt, die immer ein großes Publikum anlocken, sowie ein alljährliches und renommiertes Open-Air-Opernfestival.

Der Bau der Arena geht auf die augusteische Ära zurück, obwohl nicht viele Informationen darüber verfügbar sind. Sie hat viele Gemeinsamkeiten mit dem Kolosseum. Beide Amphitheater wurden für die Gladiatorenspiele und andere Vorstellungen genutzt, und boten den Zuschauern (wegen ihrer elliptischen Form) hervorragende Aussicht und Akustik von jedem Punkt aus. Die Arena von Verona erlitt ein ähnliches Schicksal wie das Kolosseum. Sie wurde mit der Zeit aufgegeben und in einen Steinbruch für den Bau neuer Gebäude umgewandelt. Seit dem 17. Jahrhundert begannen jedoch die Renovierungsarbeiten, die der Arena ihren früheren Glanz zurückgaben. So bietet das Amphitheater seit dem 19. Jahrhundert Aufführungen aller Art, von Opern bis zu Konzerten internationaler Künstler.

Die Arena von Verona hatte eine lange und komplexe Geschichte, bevor sie ein Opern- und Tanzhaus wurde. Das Amphitheater, das in der Römerzeit 30.000 Zuschauer aufnehmen sollte, wechselte mit dem Ende des Imperiums mehrmals seine Funktion. Im Mittelalter wurde es beispielsweise benutzt, um die Todesstrafe zu vollstrecken. Später erfüllte erneut eine Unterhaltungsfunktion. Hier fanden Ritterspiele, Turniere und die Spiele eines im 18. Jahrhundert sehr beliebten italienischen Ballsports statt. Im 19. Jahrhundert näherte sich die Arena allmählich den Funktionen, die wir heute kennen: neben Pferderennen und anderen Ereignissen - wie Stierjagden - begann die erste Inszenierung der Oper. Die erfolgreichsten Aufführungen waren in der ersten Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts die Zirkusveranstaltungen.

Im Jahr 1913 eröffnete Verdis Aida das Opernfestival. Das Amphitheater von Verona wurde deswegen zur größten Freilichtbühne der Welt. Dieser Ruf anregte die Eingeweihte seine kulturelle Funktion zu bewahren und die Würde des Denkmals zu schützen. In letzter Zeit war die Arena von Verona Austragungsort der Festivalbar-Finale, sowie des Endphase der Spielshow “Spiele ohne Grenzen” und der prestigeträchtigen Straßenradrennen Giro d'Italia (1984 und 2010). In den letzten Jahren fanden im Amphitheater auch zahlreiche Konzerte mit Unterhaltungsmusik statt, dank des Prestiges dieses einzigartigen Open-Air-Theaters, das italienische und internationale Künstler beherbergt.

​Es gibt auch viele Legenden, die sich auf die Geburt des Amphitheaters beziehen. Der berühmteste ist derjenige, der die Hand des Teufels hinter dem Bau solch einer grandiosen Arbeit sieht. Nach dieser Überzeugung scheint es, dass es ausgerechnet der Teufel war, der die Arena baute.



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